Interview-Spezial mit Christoph Newiger – Klartext zum Osteopathie-Berufsgesetz
Shownotes
Christoph Newiger ist ein deutscher Medizinjournalist, Sachbuchautor und Experte für Osteopathie. Seit den späten 1990er-Jahren beschäftigt er sich intensiv mit diesem Fachgebiet und veröffentlichte unter anderem einen der ersten deutschsprachigen Patientenratgeber zur Osteopathie. Als Nicht-Osteopath hat er einen sehr interessanten Blick auf die Szene. Er ist Mitbetreiber und inhaltlich Verantwortlicher des Portals Osteokompass. Die Plattform dient als umfassende Informations- und Orientierungsquelle für Fachleute, Patienten und Interessierte und bündelt Nachrichten, Hintergrundwissen sowie Hinweise zu Ausbildung und Verbänden im Bereich der Osteopathie. Neben seiner Tätigkeit als Portalbetreiber ist Newiger auch publizistisch aktiv: Er arbeitet als Autor, war Co-Redakteur einer Fachzeitschrift und ist Mitherausgeber der Zeitschrift „Osteopathische Medizin“. Im Interview mit Klaas spricht Christoph vor allem über das angestrebte Berufsgesetz zur Osteopathie. Welche Chancen und Risiken stecken dahinter? Was könnte sich zum Positiven wandeln, was zum Negativen? Wer profitiert davon und wer würde zurückstecken? Christoph bietet mit Sicherheit die profundeste Analyse zum Thema Berufsgesetz, die es derzeit gibt.
Ein weiters Thema ist der bald anstehende Kongress zur Spiritualität in der Osteopathie. https://www.osteokompass.de/ https://rio-osteopathie.de/
Transkript anzeigen
00:00:00: Am Anfang stand der Knochenemittelpunkt.
00:00:02: Aus Os, dem Knochern und Partors dem Leid formte AT Still im neunzehnten Jahrhundert das Wort Osteopathie.
00:00:09: Heute – circa einhundertfünfzig Jahre später
00:00:12: ist die Osteopathie
00:00:13: in aller Munde!
00:00:14: Das, was sie verkörpert, entwickelt sich aber stetig weiter.
00:00:17: In diesem Podcast sitzt du an einem Tisch mit zwei Folgotherapeuten die dich mitnehmen in ihre Welt der Osteopathie vom Nerdtalk bis zur Anekdote mal mit Hand und Fuß, mal Pimal-Daumen Aber immer mit Herz.
00:00:30: Du bist auf Osteopathie-Visite mit Klaus und Dennis Und
00:00:33: dieser Podcast heißt Knopf & Job.
00:00:42: Herzlich willkommen
00:00:43: zu
00:00:43: Neuesten Episode im Knochenjob-Podcast.
00:00:46: Heute heiße ich im Interview Christoph Neviger, herzlich willkommen!
00:00:50: Christoph, ich freue mich, dass du da bist.
00:00:52: Ja vielen Dank für die Einladung.
00:00:54: Das war eine
00:00:55: große Ehre, dass ich bei euch mal dabei sein kann und schauen wir das man da ein schönes Gespräch zusammenbekommt.
00:01:06: Wofür dich unsere Hörerinnen vielleicht kennen ist deine Rolle als Betreiber der Plattform osteocompass.de.
00:01:12: schon seit Langer Zeit ist das ein sehr gutes, sehr großes Informationsportal für uns Osteopathen aber auch für Patienten und für alle Leute die daran interessiert sind.
00:01:22: Du bist Kommunikationswissenschaftler und studierter Germanist Bist vor einiger Zeit in die Osteopathie gekommen, bist aber – und das habe ich auch erst vor kurzem herausgefunden – du bist selber kein Osteopat.
00:01:34: Das ist richtig!
00:01:35: Du machst noch viele andere Sachen bis Podcaster hast einige Fachbücher, Ratgeberbüchern zum Thema Osteapathie und andere Sachen herausgegeben.
00:01:42: Ja.
00:01:43: Bist Herausgeber der Zeitschrift Ostöpatische Medizin?
00:01:48: Mitherausgeber.
00:01:49: und
00:01:50: auch noch bei einigen anderen Sachen aktiv.
00:01:53: Mich würde mir interessieren, wie bist du zu Osteopathie gekommen?
00:01:55: Und wie ist es zu deinem Engagement in diesen ganzen Projekten gekommen?
00:01:59: Ja, berechtigte Frage!
00:02:02: Wie bin ich zwar aus der Partie gekommen im Grunde genommen glaube ich als Laie muss ich sagen... Ich habe damals Mitte der neunziger Jahre einen alten Klassenkameraden nach langer Zeit wieder getroffen Und der war damals Physiotherapeut und befand sich damals gerade in einer Ausbildung zum Osteopathen.
00:02:23: Er hat mir also von der Osteopatie erzählt, das was er mir erzählt hat, das hat mich wahnsinnig fasziniert!
00:02:32: Ich glaube da ist es mir nicht anders ergangen wie den vielen Patienten die heute zu Osteoparden gehen und das erste Mal eben von Osteopedie hören.
00:02:42: Es ist eine Manuelle Form der Heilkunde.
00:02:46: Es werden keine invasiven Eingriffe vorgenommen, es werden keine Medikamente verschrieben, es wären keine Instrumente verwendet.
00:02:56: Der Osteopath oder die Osteopatien nimmt sich Zeit.
00:02:59: man liegt auf einer Behandlungsliege.
00:03:02: Die Behandlung ist in der Regel recht sanft.
00:03:09: Meine Frau ist Ostschöpartin, insofern kann ich da auch aus eigener Erfahrung dann mitreden.
00:03:13: Hin und wieder passiert es mir auch, dass ich während der Behandlung einschwafe.
00:03:18: Also das sind alles Dinge die mich damals wahnsinnig neugierig gemacht haben wo ich glaube wie jeder andere Laia auch erst einmal gesagt habe wow!
00:03:28: Das klingt ja toll, das klingt sehr faszinierend.
00:03:32: Und wir reden jetzt hier von den Mitte-Ninzigerjahren und das können sich vielleicht heute nicht alle mehr so richtig vorstellen, aber das waren Zeiten in denen die Osteopathie noch ein kleines Flänzchen bei uns in Deutschland war.
00:03:48: Es gab noch keine Verlage es gab wenig Verbände es gab wenige Osteopathieschulen es gab natürlich auch wenig Osteobaten.
00:03:58: das ganze war damals gerade erst so im Entstehen.
00:04:01: Also die ersten Ostseupatisch-Schulen, jetzt wie wir sie kennen, sind Ende der Achtziger Anfang der Neunzigerjahre aufgetreten.
00:04:10: Das heißt da war so... Die erste Generation war gerade fertig mit ihrer Ausbildung und die zweite fing gerade an.
00:04:16: Das waren so die Zeiten in denen ich also das erste Mal von Ostseapati gehört habe Und mich hat er seit neugierig gemacht, sodass ich mir dann gesagt habe, da muss ich unbedingt was drüber lesen und habe dann geschaut, was gibt es da an Büchern?
00:04:31: Was gibt das da an Artikeln?
00:04:33: Und musste dann überraschend feststellen.
00:04:36: Es gibt gar nichts!
00:04:38: Das heißt zu diesem damaligen Zeitpunkt gab es tatsächlich keine Patientenratgeber, keine Fachbücher, keine Artikel in irgendwelchen Zeitschriften.
00:04:50: Das war natürlich damals, da waren wir auch noch in den Anfängen des Internets.
00:04:54: War natürlich damals nicht so einfach zu recherchieren.
00:04:56: also dann musste man schon zu Hungenbubel gehen und nachschauen was haben die da?
00:05:03: Das hat dann tatsächlich mein Ehrgeiz als Germanist geweckt bzw.
00:05:08: als Journalist geweckt das ich dann gesagt habe ok wenn es darüber noch gar nichts gibt Und für mich als Laie dass so unfassbar faszinierend klingt dann ist es doch wichtig, dass darüber ein... zumindest einen Patientenratgeber erscheint.
00:05:26: Und das war der Anlass für mich dann tatsächlich einen Patienten Ratgeber zum Thema Osteopathie zu verfassen.
00:05:34: Das heißt ich habe dann Ende der neunziger Jahre tatsächlich in aller Beschreiheit den ersten deutschsprachigen Patientenrat Geber zum thema Osteopathie beschrieben.
00:05:43: PatientenratGeber,
00:05:45: d.h.,
00:05:47: Ich wäre natürlich nie in der Lage gewesen irgendwie ein Fachbuch über Osteopathie zu schreiben.
00:05:54: Aber ich war der Auffassung und Binderauffassung, dass wenn ich etwas als Journalist vom Prinzip her verstehe, vom Konzept her verstehre... ...dass ich dann natürlich auch in derlage bin das Ganze dann in Worte zu fassen und leihen gegenüber wie ich es damals auch war zu erklären.
00:06:15: Und so ist also damals dieser erste Patientenratgeber erschienen.
00:06:19: Ich hatte mich damals dann auch mit dem VOD in Verbindung gesetzt, habe gesagt was darauf?
00:06:23: Also ich werde da einen Patientratgebe erstellen und dann ging das ein bisschen hin und her ja wer sind sie denn überhaupt?
00:06:30: oder was wollen Sie da überhaupt?
00:06:32: Und hatte ich allerdings schon den Vertrag des Verlages in der Tasche und so ist es dann doch zu einer Zusammenarbeit mit dem vod gekommen an der mich dabei unterstützt hat.
00:06:45: Durch dieses Buch sind natürlich dann auch diese ganzen Kontakte gekommen.
00:06:50: Ich habe mit meinem Darmeling-Team jahrelang den Internationalen Kongress damals des VODs, damals noch in Schlangenbad organisiert.
00:07:04: Ich hab Broschüren erstellt fürs College Sutherland, damals in Schlagenbad.
00:07:10: Es ist der Kontakt entstanden zu Andreas Golling mit dem ich dann eben den Austria-Kompass gegründet habe.
00:07:19: Und wie gesagt, ich denke das was wichtig ist sich klar zu machen und das fällt vielleicht heute ein bisschen schwieriger Das waren damals wirklich Anfangsjahre in dem das Ganze an entstehen war.
00:07:32: Insofern hatte es so etwas noch nicht gegeben und das war natürlich meine große Chance als Laie, als Nichttherapeut trotzdem ein Verlag zu finden, der hergeht okay.
00:07:45: Da wir hier keine anderen Autoren haben das dann eben so einen Patientenratgeber auch von jemandem erstellt werden kann, der jetzt nicht vom Fach ist.
00:07:56: und es war ein sehr spannender Entstehungsprozess.
00:08:02: ich habe damals mit einer gut befreundeten Osterpartin das war die Adelaide Wünsche habe ich sehr viele, sehr lange Gespräche geführt.
00:08:14: Und wie das damals so war... Also wenn man tagtäglich nichts anderes macht als nur Austropathie dann ist es natürlich sehr schwer das Ganze irgendwo zusammenzufassen und auf den Punkt zu bringen und zu sagen, dass darum geht es eigentlich.
00:08:31: Ja?
00:08:32: Und für mich als Außenstehender mir ist es Natürlich sehr viel leichter gefallen den Blick von außen drauf zu richten.
00:08:41: Und aus diesen Gesprächen heraus, das war im Grunde was wirklich eine sehr spannende, wie soll ich sagen so eine Art Abenteuerweise also gemeinsam dann das Ganze irgendwie auf den Punkt zu bringen Ich als Außenstehender der immer wieder die Fragen gestellt hat sie die das immer wieder versucht hat mir zu erläutern bis ich dann irgendwie den Eindruck hatte okay dass habe ich jetzt verstanden oder so hab ich das jetzt verstand.
00:09:08: Jetzt bin ich dann auch in der Lage, das Ganze also zu vermitteln.
00:09:13: Das muss ich sagen...
00:09:14: Es ist eigentlich der Kern letztendlich auch der journalistischen Arbeit, dass man letztendling die richtigen Fragen stellt.
00:09:22: und so kam es damals aus diesem Buch heraus eben dann der Kontakt zur Vd-Broschine erstellt, Kongresse organisiert, Oste Kompass aufgebaut.
00:09:36: Damals ist auch die osteopathische Medizin erschienen, da hatte ich die Herstellung anfangs gemacht.
00:09:43: Dann gab es irgendwann mal Kraft zwischen dem Verlag und dem VOD.
00:09:46: Daraufhin ist dann die O entstanden, die deutsche Zeitstift für Osteopathie.
00:09:51: Da war ich in der Redaktion tätig Und so kam halt eins zum anderen.
00:09:59: Das hat sich das Ganze eigentlich entwickelt.
00:10:04: Ja, sehr schön.
00:10:05: Ich muss sagen was du sagtest zum Thema das von außen betrachten, das finde ich sehr spannend weil das beobachte ich auch so häufig egal durch Gespräche mit Patientinnen und Patienten oder auch wenn ich mit Leuten die nichts mit Osteopathie ermut haben im Alltag spreche da fällt es manchmal schwierig das zu erklären weil man ja selber total im Thema drin ist.
00:10:26: Hast du noch Erinnerungen daran, wie du das wahrgenommen hast oder auch mit dem Austausch?
00:10:30: Welche Fragen hattest du gestellt und welche Konzepte haben sich dir vielleicht jetzt nicht auf die Schnelle... Haben sie nicht eingeleuchtet.
00:10:38: Und wie bist du da reingegangen?
00:10:44: Ja konkrete, also sagen wir mal so dass dieses Bild der Osteopatie was wir in diesem Buch damals erarbeitet haben Das ist natürlich eine Beschreibung der Osteopathie, die sich mittlerweile auch ein Stück weit überholt hat.
00:11:05: Das war damals noch dieses biomechanische Erklärungsmodell Struktur und Funktionen und Bewegungen wiederherstellen usw.
00:11:15: und sofort von dem wir heutzutage wissen dass das natürlich zu kurz greift.
00:11:21: Aber das war ein Modell was für mich sehr plausibel geklungen hat und was ich insofern natürlich auch als Erklärung dann wunderbar hernehmen
00:11:32: kann.
00:11:35: Sehr gut!
00:11:35: Und du hast angesprochen, dass es ja so Entwicklung gibt die Osteopathie der ganz frühen Zeit.
00:11:41: wir kennen ja so die Ursprünge von Still und da wurden immer mal wieder verschiedene Erklärungsmechanismen herangezogen Da du jetzt ja so ein Blick die letzten dreißig Jahre auf die Osteopathie hast, welche Entwicklungen die jetzt gerade so laufen oder gelaufen sind.
00:11:55: Welche findest du da besonders spannend?
00:11:59: Naja wir haben auf der einen Seite diesen Versuch um die Wirksamkeit der Osteopatie über Studien zu belegen und da wird sehr viel Arbeit rein investiert.
00:12:18: Ich bekomme das ja auch mit eben als Mittarausgeber der osteopatrischen Medizin dieser Fachzeitschaft im Elsebier verlagt und gleichzeitig, glaube ich befinden wir uns einfach was die Osteopathie angeht in einer Identitätskrise.
00:12:34: also die Frage ist wenn man uns die Studien beispielsweise anschauen dann müssen wir letztendlich doch feststellen dass es uns bislang nicht gelungen ist Wirksamkeit der Osteopatie wirklich eindrucksvoll darzustellen.
00:12:49: Es gibt Studien, die belegen eine gewisse Wirksamheit bei bestimmten Integrationen.
00:12:55: Aber so diese Erfahrung, die eigentlich jeder Osteopath und jede Osteophat in einer Praxis macht Mit Patienten, die begeistert sind mit Patienten, denen man wirklich helfen kann Das lässt sich in Studien nicht so eins zu eins wiedergeben Und dem muss man auch auf den Grund gehen.
00:13:14: also dieses Was ich vorhin schon angeschnitten hatte, dieses biomechanische Konzept der Osteopathie, das greift zu kurz.
00:13:22: Das reicht nicht aus um tatsächlich die mögliche Willsamkeit muss man ja sagen, der Ostreopathie tatsächlich zu erläutern.
00:13:31: Gleichzeitig haben wir natürlich auch ein großes, glaube ich, Definitionsproblem – was ist denn überhaupt
00:13:36: Osteopathie?
00:13:39: Was unterscheidet die Osteopathie von der manuellen Medizin?
00:13:43: Eine Physiotherapie, eine Physiotherapie, die sich ständig weiterentwickelt.
00:13:48: In den neunziger Jahren ging es noch um Bewegungsapparat.
00:13:50: Mittlerweile sind sie auch visteran unterwegs.
00:13:53: Wo setze ich da die Unterschiede?
00:13:55: Was ist wirklich Osteopathie?
00:13:58: Wo setzte ich die Grenzen?
00:14:00: vor allen Dingen?
00:14:00: Die Grenzen war einer Form der Heilkunde, die für sich beansprucht, den Menschen in seiner Gesamtheit zu behandeln.
00:14:09: Man macht es nur mit Händen, okay.
00:14:11: Aber den ganzen Menschen.
00:14:13: und dann noch Schlagwort Body Mind Spirit.
00:14:18: also Hallo!
00:14:20: Das machen alle so ein bisschen nicht wahr?
00:14:26: Schauen wir uns die diversen Osteopathie Verbände an.
00:14:30: wenn ich da auf die Diversen Webseiten gehe und mir anschaue wie die Verbände Osteopatiedefinieren dann sind das alles unterschiedliche Definitionen, die sind nicht eins zu eins Deckungsgleich.
00:14:46: Schauen wir uns die die manual Medizine an.
00:14:50: Deutsche Gesellschaft für manuelle Medizin hat eine Patientenbroschüre auf.
00:14:55: der steht drauf Ostropati ist Bestandteil und Erweiterung der manuellen Medizin.
00:15:01: Was machen wir damit?
00:15:04: Das sind Dinge, mit denen man sich auseinandersetzen muss.
00:15:07: Wobei also?
00:15:08: bei der DGMM ist das ja besonders füffig?
00:15:14: weil die manualmedizin ja nichts anderes ist als die ursprüngliche Chirotherapie, die damals zeitgleich von Palma entwickelt worden ist und diese Chirtherapie ist, als sie dann nach Europa gekommen ist, ist sie dann unbenannt worden oder ist jetzt vor fünf.
00:15:33: Ich weiß nicht genau wann das passiert ist.
00:15:35: Also in den letzten Jahrzehnten ist dann umbenannt worden, in wissenschaftliche manuelle Medizin und für den Lion klingt es natürlich sehr überzeugend, dass wenn ich dann hergehe und sage Osteopathie ist Bestandteil der manuellen Medizin, dass sie als Leise sage ja selbstverständlich.
00:15:55: Es wird auch mit den Händen gearbeitet.
00:15:57: Selbstverständlich gehört es dazu.
00:15:59: Dass das aber eigentlich ursprünglich die Chirotherapie war Das weiß keiner.
00:16:05: Also das sind alles Entwicklungen, die natürlich sehr spannend sind.
00:16:10: Das sind offene Fragen, die unbedingt geklärt werden müssen.
00:16:16: Die vor allen Dingen auch geklärt werden müssen.
00:16:18: jetzt vor dem Hintergrund dass wir ja mit dieser neuen Bundesregierung und dem Koalitionsvertrag eben diese Festlegung haben, die aus der Partie regeln wir berufspolitisch.
00:16:33: Das heißt, da werden diese ganzen Fragen natürlich dann hoch kommen.
00:16:37: Ein Berufsgesetz Ostropathie wird natürlich auch in der einen oder anderen Weise die Ostropatie definieren müssen.
00:16:49: Das wird spannend!
00:16:53: Und was mich aus deiner Perspektive interessieren würde... Ich habe so den Eindruck also dass du dich vielleicht ein bisschen zurückhältst, weil du ja kein Osteopath bist.
00:17:04: Aber du ja eine große Expertise hast und der dann doch auch irgendwie mitten in der Szene bist... Was würdest du uns denn raten, was wir da tun sollen?
00:17:13: Damit wir dann nicht untergehen oder dass wir uns da brauchen.
00:17:16: Wir mehr Einigkeit?
00:17:17: brauchen wir da eine richtige Aufarbeitung weil gerade das Thema Definition der Osteopathie das hatte ich hier bei uns im Podcast schon häufiger mal mit unseren Gästen besprochen und da hat jeder eine andere
00:17:28: Meinung dazu.
00:17:29: die
00:17:29: einen sind sehr pro Wissenschaft Die anderen sagen ja net aber das bringt uns auch überhaupt nicht weiter.
00:17:34: manche schauen sehr auf die historischen Prinzipien Ja, hast du denn eine Meinung dazu?
00:17:39: Die darfst du gerne kundtun.
00:17:41: Danke ja!
00:17:44: Eine eigene Meinung dazu... Also ich sehe erst einmal wirklich das Problem dass wenn wir uns zu sehr auf die reine Wirksamkeit fokussieren in den Hinblick auf Wirksamkeite aus der Partie über Studien und so weiter und so fort Dass wir dabei dann tatsächlich vergessen uns klar werden müssen und klar definieren müssen, was ist überhaupt die Austripertin?
00:18:13: Also was bringen diese ganzen Studien wenn nachher manual Mediziner hergehen und sagen das habt ihr ganz wunderbar gemacht.
00:18:20: Damit habt ihr die manuelle Medizin legitimiert.
00:18:23: Vielen Dank dafür!
00:18:25: Das kann nicht das Ziel sein.
00:18:27: Und wenn wir von einer Definition reden dann stellt sich Wirklich die spannende Frage, was unterscheidet die Austripertie von anderen Heilkundeverfahren, die auch manuell ausgeübt werden?
00:18:45: Das ist eine Frage auf die ich je mehr ich mich eigentlich mit Austriperti beschäftige desto schwerer fällt es mir da wirklich einer Antwort zu finden.
00:18:55: Aber das muss geleistet werden.
00:18:59: Okay
00:19:00: und welche Fallstrecke oder welche positiven Richtung oder vielleicht auch negative Möglichkeiten siehst du mit dem Berufsgesetz zurzeit.
00:19:11: Das wird ja auch unterschiedlich diskutiert.
00:19:14: Dennis und ich haben hier in unserem Format da auch hin und wieder mal unsere Meinung dazu abgegeben aus einer sehr persönlichen, sehr so praxisbezogene Perspektive.
00:19:25: es gibt eine Patientenperspektive Es gibt die Perspektives
00:19:28: der
00:19:30: Kostenträger.
00:19:33: Welche Gedanken hast du dir dazu
00:19:34: gemacht?
00:19:35: Ja, also ich meine wir können ja die einzelnen Punkte mal durchgehen ohne jetzt Anspruch darauf zu haben dass das dann vollständig ist.
00:19:47: Aber natürlich würde es so sein dass ein Berufsgesetz der aus zur Partie zur Qualitätssicherung beitragen wird Das heißt, diese unterschiedlichen... also so ein Berufsgesetz muss man dazusagen wird natürlich nicht nur die Austropatie definieren müssen sondern wird natürlich auch ein Ausbildungsgesetz sein.
00:20:08: Es heißt es wird festlegen wie die Austropartie erlernt werden muss und das hat dann den großen Vorteil dass natürlich diese ganze extremst heterogene Ausbildunglandschaften in Deutschland haben.
00:20:23: Das heißt, die, die dann diese Leistung nicht erbringen können, die werden wahrscheinlich unter den Tisch fallen.
00:20:32: Aber bei den anderen, also für eine qualitativ hochwertige Ausbildung stehen, da wird es eine Vereinheitlichung geben und das ist natürlich sehr wertvoll weil das letztendlich auch für die Patientenversorgung einfach ein Sicherheitsaspekt darstellt.
00:20:52: Es ist ganz entscheidend dass man hier tatsächlich durch seinem Berufsgesetz eine Qualitätssicherung hinbekommen.
00:20:59: Und aus dieser Qualitätssicherung heraus ist das wichtigste Ziel natürlich eben die Patientensicherheit, dass muss an oberster Stelle stehen und das ist wenn ich da vielleicht nochmal ein bisschen auswohlen kann für mich letztendlich immer das Wesentliche gewesen.
00:21:15: also wenn ich mich mit Osteopathie beschäftige geht es mir eigentlich weniger jetzt um die einzelnen Osteopaben und Verbände usw.
00:21:24: zu fort Sondern das, wofür ich letztendlich meine Arbeit tue.
00:21:30: von meinem Verständnis her sind die Patienten.
00:21:34: Die muss es gehen und deswegen ist auch bei Dingen wie beispielsweise den Ostracompass, den ich zusammen mit Andreas Gorling betreibe Das ist natürlich kein Projekt was jetzt hier viel Geld abwirft Da ist sehr viel Enthusiasmus mit dabei.
00:22:00: Das mache ich auch zur Überzeugung, weil das etwas ist, was für letztendlich Patienten zugutekommt.
00:22:14: Und das betrifft natürlich eben und da sind wir wieder beim Berufsgesetz.
00:22:18: Insofern Qualitätssicherung ganz wichtig um damit Patientensicherheit herzustellen hat sich auch herzustellen über eine geschützte Berufsbezeichnung.
00:22:29: Das heißt, wenn wir ein Berufsgesetz haben werden dann wird damit auch einer geschützte Berufsgezeichnung einhergehen.
00:22:35: das heisst es würde sich tatsächlich nur derjenige oder diejenige aus Japan den bezeichnen dürfen die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt und das ist auch wiederum im Hinblick auf Transparenz im Hinblick auf Patientensicherheit natürlich eine ganz wichtige Geschichte.
00:22:56: Last but not least wäre es natürlich wahnsinnig spannend, dann zu sehen inwieweit die Osteopathie tatsächlich dazu beitragen kann Kosten im Gesundheitswesen zu senken.
00:23:12: Es gab mal bei uns in Deutschland die BKK Advita.
00:23:17: Die hatte damals zwischen mal die Kosten von achthundert Versicherten evaluiert.
00:23:27: Und da konnte man feststellen, dass die Kosten für die Bezuschussung der Osteopathie also die Kosten, die insgesamt jetzt ausgegeben haben mit der Bezuschlussung der Ostöopathie dann um zwanzig Prozent gesenkt wurden.
00:23:42: Das war damals eine kleine Kasse.
00:23:45: Achthundert Leute versicherte ist auch nicht die große Zahl.
00:23:50: Aber wenn man solche Zahlen erheben könnte, dann wäre das natürlich auch nochmal ein zusätzlicher Beleg für die Wichtigkeit, die die Osteopathie in unserem Gesundheitssystem wahrnehmen
00:24:03: kann.
00:24:06: Und last but not least was die Ostopatien und Ostopaten selber angeht... Das wissen wir ja alle.
00:24:14: Ostopatie ist bei uns im Deutschland Heilkunde darf von Ärzten oder eben von Heilpraktiken praktiziert werden.
00:24:22: Berufsgesetz würde natürlich dieser heilpraktikale Beprüffung dann überflüssig machen.
00:24:27: Dieser Heilpaktikale Überprüfung ist auf der einen Seite eine wahnsinnig wichtige Sache, weil sie auch das was ich in der Austrokratie erlerne nochmal ergänzt.
00:24:38: gerade wenn ich im Primärkontakt arbeite und mich gewissenhaft auf die Heilpraktikerbegriffung vorbereiten, dann lerne ich natürlich zusätzlich noch etwas zu dem was ich schon in meiner Austro-Parchenausbildung gelernt habe was mir dann in der Praxis zugutekommt, aber diese Überprüfung findet halt nur zweimal im Jahr statt.
00:24:59: Ich habe sehr, sehr hohe Durchfallquoten und wenn ich Pech habe kann es mir passieren dass sich dann irgendwie ein zwei drei Jahre hintereinander schlicht und einfach dieser Heilpraktiker-Überprüfungen nicht bekommen weil ich nicht durch die Prüfung komme.
00:25:14: Wenn das wegfällt ist das natürlich für die einzelnen Australopathien natürlich eine große Erleichterung gar keine Frage.
00:25:23: Spannend wird es sein zu sehen, wie die Zusammenarbeit mit Ärzten dann laufen wird?
00:25:31: Es ist ja so dass Ärzte nur dann mit anderen Angehörigen anderer Fachberufe zusammenarbeiten dürfen laut muster Berufsordnung für Ärzter wenn die Aufgaben klar voneinander getrennt sind Und das wird natürlich sehr schwierig, da sind wir wieder bei der Definition der Osteopatie.
00:25:54: Ich behandle den Menschen in seiner Gesamtheit ja ich habe natürlich inner Osteopathie sehr viele Überschneidungen mit einzelnen Facharzt bereichen Ob dass jetzt die Pediatrie ist ob es die Gynäkologie ist ob das jetzt Internistik ist was aber immer?
00:26:10: Ich hab überall Überschneidung.
00:26:13: Es wäre aber natürlich wichtig auch wiederum im Interesse des Patienten Das natürlich hier wirklich interdisziplinär gut zusammengearbeitet wird.
00:26:24: Da muss man sehen, ob dann die Ärzte diesbezüglich da ihre Musterberußordung und dann nochmal überarbeiten, dass sie da also diese Zusammenarbeit mit dem Osteopathen auch ermöglichen.
00:26:40: Über die Definition der Osteopatie haben wir ja schon gesprochen, dass das sicherlich sehr spannend oder sehr schwierig wird eine Definition zu finden die der Osteopathie auch wirklich gerecht wird, auch in Hinblick auf Bereiche wie beispielsweise biodynamische Osteopathie.
00:27:04: Was passiert damit?
00:27:06: Ist das dann noch Osteapathie oder ist es keine Osteopaite?
00:27:09: Wer darf sie dann ausüben?
00:27:13: Es bleibt ja auch die spannende Frage was is denn... Dann haben wir einen Berufsgesetz für Osteoperzie.
00:27:20: Das regelt dann die Ausbildung und eine Ausübung für Osteopathen oder Osteopatern.
00:27:26: Aber was ist denn mit den Ärztinnen?
00:27:28: Und was ist mit den Heilpraktikern?
00:27:32: Also Ärzte werden definitiv natürlich weiterhin Osteopardie- oder osteopathische Verfahren praktizieren dürfen, sie sind ja Heilkunde berechtigt, Sie sind ja berechtigte Heilkunde zu praktizierten.
00:27:43: Und Heilpaktiker ich sehe keinen stichhaltiges Argument, weshalb ein Berufsgesetz-Ostopathie den Heilpraktikern dann untersagen sollte, dass die Osteopathien da nicht mehr machen sollen.
00:27:59: Ja und dann bin ich damit schon eigentlich beim nächsten Problem.
00:28:05: in dem Moment wo ein Berufssetz kommt wird die Ostopatie natürlich nach meinem Verständnis zumindest zu einer Regelleistung der gesetzlichen Fragen wissen werden.
00:28:17: Also die Vorstellung, dass der Gesetzgeber hergeht.
00:28:23: Ein Gesetz erlässt das den Ostschöparten weiterhin ermöglicht allein privat mit seinen versicherten Patienten abzurechnen.
00:28:37: Das wird es nicht geben!
00:28:40: Der Gesetzgebe wird nie hergehen ein Gesetz zu verabschieden oder ich pointiere das jetzt ein bisschen, dass nur Gutverdiener oder besser Verdienern zugutrückt und die sich das leisten können.
00:28:59: Das kann es nicht geben, das kann es vor allen Dingen im Bereich der Eilkunde nicht geben.
00:29:04: Das heißt in dem Moment wo Osteopathie dann zu einer Regelleistung wird werden wir natürlich auch sehr große Veränderungen erleben.
00:29:15: einmal im Hinblick auf die Finanzierung auf das, was ich dann als Osteopath im Rechnungsstellen kann und wahrscheinlich auch auf die Zeit, die ich für meine Patienten zufüllen stelle.
00:29:37: Wenn ich nicht mehr hundertfünfzig Euro in den Rechnung stellen kann sondern nur noch fünfzig Euro rechnen kann, dann sind es keine Stunde mehr, sondern sind es nur noch zwanzig Minuten.
00:29:47: Da stellt sich dann die Frage ist das dann noch Osteopatie oder ist das, was ich dann praktiziere, erlaubt mir noch all die Möglichkeiten, die mir eine Osteopathie erlauben, wenn ich tatsächlich mehr Zeit nehme um meine Patienten behandeln zu können.
00:30:05: Was natürlich eine Thematik ist, die die Schulmedizin ganz genauso betrifft.
00:30:10: Wir wären in der Schulmedizin sehr viel weiter, wenn die Ärzte nicht so durch diese zeitkontingente gebendelt werden.
00:30:20: Also das ist, wenn ein Arzt in Orthopäde nur zehn Minuten hat um sich mich anzuschauen dann kann dabei nicht wirklich viel rauskommen.
00:30:36: Wenn der selber Orthopläde eine Stunde Zeit hätte sich mich anschauen hätten wir ganz andere Ergebnisse.
00:30:48: und der letzte Punkt was so einen Berufsgesetz angeht ist, wenn so etwas tatsächlich zu einer Regel leistet und der gesetzlichen Krankenkassen werden soll.
00:30:58: Dann gibt es dazu einen gemeinsamen Bundesausschuss, der dann darüber entscheidet.
00:31:06: Da ist es so, dass die Studienlage nicht ausreichend eine Erprobung stattfindet.
00:31:15: Das heißt, da muss dann gesehen ist da notwendige Evidenz denn auch wirklich da, um Osteopathie zu einer Regelleistung der gesetzlichen Krankenkasten zu machen.
00:31:29: Und wenn dieser Bundesausschuss, dieser gemeinsamen Bundesauschuss zur Entscheidung kommen sollte, nein die Evidenzen sind nicht gegeben dann haben wir ein richtig großes Problem und dann haben uns selber sozusagen abgeschossen.
00:31:47: also insofern Weil du gefragt hast, wie ich zu dem Berufsgesetz stehe.
00:31:53: Wie du siehst sehr unterschiedlich auf der einen Seite.
00:31:57: Gerade was Patienten angeht und was Versicherter angeht eine sicherlich wertvolle Maßnahme.
00:32:08: Was die Osteopathie selbst angeht, was die Ostepaten angeht... Das wird sehr spannend!
00:32:16: Ja, auf jeden Fall Sehr interessant, weil ich viele der Aspekte die du jetzt gerade zum Schluss genannt hattest als selber praktizierender mit einer Praxis.
00:32:25: Die Mitarbeiterinnen und Patienten stammen und was ja auch ein Unternehmen ist, das sich auch wirtschaftlich tragen muss habe ich auf jeden Fall auch.
00:32:34: Wir seid alles Unternehmer und in sofern muss das natürlich... Und ich meine es kommt damit dazu, ihr habt ja alle wahnsinnig viel Geld in eurer Ausbildung eingeschränkt.
00:32:44: Ja, das kommt dazu.
00:32:46: Die war ja richtig teuer und das Geld musste auch erst einmal wieder rein.
00:32:50: Genau!
00:32:52: Aber was glaube ich viele auch vergessen, weil es wahrscheinlich auch einfach nicht mitbekommen haben... Es gab Zeiten vor Zwei Tausend Zwölf Da waren die Patienten, das war ein alles Privatsam.
00:33:05: Da gab es die Satzungsleistung aus Zyperti noch nicht.
00:33:09: Die ist ja damals erst im Jahr zwölf dann entstanden.
00:33:12: Damals war ja die Techniker Krankenkasse, die erste gesetzliche Krankenkassel, die dann angefangen hat, Auszyperti zu zuschüssen und dann sind dann PöA-PöA weiteren Kassen dazugekommen.
00:33:24: Heute sind wir in der Situation, dass eigentlich fast alle gesetzlichen Krankenkassen Auszypati bezuschussen der ein bisschen mehr, die anderen ein bisschen weniger.
00:33:35: Aber es gab man eine Zeit da war das nicht der Fall.
00:33:39: Ich erinnere mich auch noch ganz gut daran ich war zwar noch kein Osteopath aber ich hatte das schon beobachtet und auch diesen Wandel von reiner Privatleistung hin zu Bezuschussungen durch die gesetzlichen Kassen.
00:33:50: Da erinner ich mich auch nach dass das auch von den Osteopaten sehr unterschiedlich wahrgenommen wurde, teilweise positiv.
00:33:56: Natürlich!
00:33:57: Teilweise
00:33:58: aber dann auch so negativ weil auch dadurch durch diesen kleinen eigentlich positiven Schritt hat es auch schon wieder eine Regulierung einer Art Beschränkung der Osteopathie stattgefunden hatte.
00:34:09: Ja da kamen verschiedene Sachen zusammen glaube ich.
00:34:12: also das eine ist dass auf einmal natürlich auch ne andere Patientenklientel den Osteopaten aufgesucht haben die vorhin nicht da waren nämlich die die von ihrer Kasse das ganze Bezuschuss bekommen und dann eben zum Osteopathen gehen nach dem Motto, schauen wir mal was der kann.
00:34:30: Das waren nicht die, die vorher schon irgendwie durch diese ganze diagnostische Mühle durchgegangen sind und dann so als letzter Rettungsanker beim Osteopaten stehen also eine ganz andere Compliance zu ihrem Therapeuten
00:34:46: haben.
00:34:47: Das ist das Eine und das Andere.
00:34:51: natürlich auch nicht vergessen dürfen, dass seit Jahrzehnte zwölf dann natürlich die Anzahl der Osteopathen, die Anzahlen der Ostopatieschulen und die An Zahl der Verbände geradezu explosionsartig nachholen werden.
00:35:04: Ja ganz genau!
00:35:06: Das heißt dieser Schritt hat die Ostopativlandschaft ganz wesentlich
00:35:11: verändert.
00:35:12: Und zurzeit wenn ich mir so die Ausbildungsjahrgänge an unterschiedlichen Schulen anschaue Da ist das schon durchaus rückschrittig.
00:35:20: Man kann natürlich sagen, dass es daran liegt weil es halt jetzt eine Vielzahl an Schulen gibt während es vor zwei tausend zwölf noch eine Handvoll gab oder ein paar mehr als eine Hand voll.
00:35:29: und da kommen dann auch so die Entwicklungen der jetzigen Zeit mit Inflationen, Kostenexplosion, Einsparungen im Gesundheitssystem, die jetzt auch definitiv noch anstehen werden Ist es mein Eindruck, da geht das ein bisschen weg von dieser privilegierten Medizin.
00:35:47: Die ja die Osteopatia vorher durchaus auch war.
00:35:50: so bei meine Wahrnehmung auf jeden
00:35:52: Fall?
00:35:52: Ja!
00:35:53: Die Frage ist ob das jetzt etwas ist was sich tatsächlich auf die Ostreopatie beschränkt oder ob wir das grundsätzlich haben.
00:36:00: also ich habe den Eindruck dass irgendwie nach der Corona-Krise hat's da irgendwie eine Veränderungen gegeben wie Leute sind.
00:36:10: Ob zu Recht oder zu Unrecht nicht mehr bereit irgendwie viel Geld in Dinge zu investieren.
00:36:18: Ist mein Eindruck, dass da einfach Kürzungen in einen möglichen Bereich stattfinden und das kriegen natürlich auch Austöparten zu sperren.
00:36:25: Was mich interessiert würde ist wenn wir uns so unsere Nachbarländer anschauen... Da hat ja Austöpatie auch über die letzten Jahre Jahrzehnte so ein Anerkennungsverfahren teilweise standhalten müssen.
00:36:38: Hättest du vielleicht ein Beispiel aus irgendeinem Land, wo du den Eindruck hast die haben das ganz smart geregelt?
00:36:45: Dass es für Patienten, für die Auszupaten dass das ganz gut gelaufen ist.
00:36:51: Also da kenne ich mich leider zu wenig aus.
00:36:53: dann müsste ich mich erstmal reinlesen und schauen was da tatsächlich in den einzelnen Ländern gemacht worden ist.
00:37:01: Das was wir glaube ich alle jetzt so ein bisschen mitbekommen haben oder zumindest die sich dafür interessieren ist die Entwicklung in England.
00:37:12: England war ja das erste Land in Europa, dass mit dem Osteopaths-Act – das war glaube ich, neunzeigundneinzig wenn mich nicht alles täuscht – die Osteopathie reglementiert hat.
00:37:26: Und mittlerweile sind wir in England leider soweit, dass die großen ehrwürdigen Osteopathie-Schulen an denen auch einige der Dozenten, die dann ja in Deutschland an Osteopathie-Schulen tätig waren.
00:37:39: Ob jetzt ein Renzo Molinario oder wie sie alle hießen.
00:37:44: Teilweise diese Osteo-Pathieschulen dann wiederum von Chiropraktikerschulen aufgenommen worden und aufgekauft worden sind.
00:37:51: also das sind Entwicklung die natürlich nicht schön sind und die natürlich auch deutlich machen, auch wenn wir dann eines Tages ein Berufsgesetz bei uns in Deutschland haben werden oder sollten.
00:38:09: Dass wir dann trotzdem aufpassen müssen, dass die Ausdruckvertie als solche erhalten bleibt wirtschaftlich, wissenschaftlich was die Evidenz angeht usw.
00:38:23: Also einen Berufs Gesetz ist keinesfalls.
00:38:26: dann der Punkt, wo man sagt jetzt können wir uns auf die Matte legen und jetzt haben wir alles hinter uns.
00:38:32: Das wird nicht der Fall sein.
00:38:35: Und solche Gesetze das kriegen wir ja in anderen Bereichen mit.
00:38:38: Die werden natürlich auch immer wieder aktualisiert und verändert.
00:38:44: Also da muss man einfach die Augen aufbehalten und schauen, dass hier wirklich die Osteopathie im Sinne der Patienten und gerne natürlich auch in den Sinne der Osteopaten einfach als wirklich positiver Heilkunde bestehen bleibt um nicht irgendwie beschnitten wird eingeschränkt wird.
00:39:13: Genau dafür wäre ja United Kingdom ein sehr gutes Beispiel für die Beschneidung und Einschränkung der Osteopatie.
00:39:20: Da ist es ja sehr stark in eine eher strukturelle, wie wir sagen, parietale Richtung gegangen, dass viele Aspekte, die wir als essentiell für die Osteopathie sehen, da eigentlich gar nicht mehr so im Lehrplan auftauchen.
00:39:32: Und auch viele Krankheitsbilder gar nicht behandelt werden dürfen, weil das halt auch nicht Teil der Osteopathie aus der britischen Sicht ist.
00:39:39: Also da kennst du dich jetzt besser aus als ich etwas in England angehen.
00:39:44: Aber wir sehen also... Wir haben in England eben einen Berufsgesetz, das ist schon sehr alt, dass seitdem die Osteopädie reglementiert und trotzdem haben wir diese schlechte Entwicklung, negative Entwicklung was die Ostreopädy selber anbieten.
00:40:01: Das
00:40:01: Berufsgesetz war keine Garantie dafür, dass damit die Osteopathie dann irgendwo gerettet ist.
00:40:10: Okay
00:40:11: gut vielen Dank auf jeden Fall für diese ausführlichen Ausführungen zum Berufsgesetzen.
00:40:16: Ich würde vielleicht zu etwas positiveren Thema kommen.
00:40:19: das ist ja so ein Ding was uns ein bisschen runterzieht.
00:40:21: aber Was schön ist, ich hatte auch schon mal zwei Kollegen von dir zu Gast.
00:40:27: Eines der vielen Projekte ist ja auch das Rio-Projekt.
00:40:31: ihr veranstaltet regelmäßig Kongresse zusammen mit Karsten Richter und Andreas Giersch
00:40:38: Risch,
00:40:38: Entschuldigung.
00:40:39: Ja Andreas die beiden hatte ich auch schon mal zum Gast.
00:40:41: und was ihr dieses Jahr veranstaltet ist auch ein Kongress
00:40:44: in
00:40:44: München.
00:40:45: wird er jetzt stattfinden
00:40:46: nicht wahr?
00:40:46: Das ist richtig.
00:40:47: ja also soweit wir denn auch genügend Teilnehmer dafür zusammen bekommen.
00:40:51: damit sind wir dann wieder beim Thema von eben das irgendwie der Eindruck entsteht dass das alles irgendwie so ein bisschen rückläufig ist.
00:40:57: Also wenn wir genüge Teilnehmer zusammenbekommen dann werden wir diesen Kongress auch Mitte Juni veranstalten.
00:41:06: Der Kongress trägt den, denke ich, spannenden Titel Spiritualität und Gesundheit ein erweitertes biopsychosoziales Modell für die osteopathische Praxis.
00:41:17: Das wäre dann unser zweiter Kongress, den wir organisieren.
00:41:22: Wir hatten nach Corona einen ersten Kongress organisiert damals in Zusammenarbeit mit Gomerio, also Dominic Garcia Rio an der Himmel.
00:41:34: Da ging es um Post-Covid und ME CFS, der auch hier in München stattgefunden hat.
00:41:42: Und jetzt wie gesagt dieses neue Thema Spiritualität und Gesundheit.
00:41:49: Wie gesagt hier in München haben wir da eine ganz wunderbare Location gefunden.
00:41:54: das ist ein ehemaliges Kloster dass tatsächlich mitten in München liegt und natürlich für so ein Thema dann auch irgendwie prädestiniert ist.
00:42:08: Was wichtig ist vielleicht, für die Leute, die möglicherweise überlegen auf sie an diesem Kongress teilnehmen wir müssen uns natürlich klar werden was ist denn überhaupt mit Spiritualität gemeint?
00:42:20: Und dass man das nicht irgendwie mit Isoterik oder Horus Focus oder etwas verwechselt.
00:42:28: Also Spiritualität, wenn ich das vielleicht so ein bisschen ausführen kann.
00:42:33: Da geht es ja vereinfacht um die Sinnsuche, um die existenziellen Fragen des Daseins – also alles, dass jenseits Design materiell ist und da sind Fragen auf die mir beispielsweise die Religion antworten gehen kann, die ich aber auch ganz anders finden kann.
00:42:55: Ich glaube, das was entscheidend ist, dass Gerätualität bei jedem von uns je nachdem wie ausgeprägt sie dann auch wahrgenommen oder gelebt wird tatsächlich die eigene Resilienz stärkt und damit natürlich auch als Ressource dienen kann.
00:43:14: Und damit sind wir dann eigentlich mitten im Therapeutischen.
00:43:17: wenn also der Versuch unternommen wird Heilung zu fördern bzw.
00:43:21: Heilungen wieder herzustellen dass ich dann darauf eben zurückgreifen kann.
00:43:25: Das heißt, wenn ich mir als Therapeut bewusst mache, dass mein Patient hier nicht nur materiell somatisch vor mir liegt sondern das es ein Wesen ist mit einer eigenen Psyche und einem eigenen sozialen Umfeld Und eben auch ein spiritueller Mensch also im Sinne, dass er eine eigene Spiritualität hat Dann kann ich das nutzbar machen in meinem Bemühen hier heiler wiederherzustellen.
00:43:53: Darum geht es, also um diesen Fokus auf Spiritualität und in welchem Verhältnis sie dann tatsächlich zur Gesundheit ansteht.
00:44:05: Und wer sich dafür interessiert?
00:44:07: Also wir haben da die Rio-Website, also www.rio-ostopathie.de.
00:44:16: Da gibt's die eigene Rubrik im Kongress.
00:44:19: Wir würden uns freuen wenn dieser Kongress stattfinden würde genügend Teilnehmer für diesen Kongress finden würden.
00:44:30: Wunderbar, ich glaube es ist ein spannendes Thema.
00:44:34: wir haben auch sehr interessante Dozenten gewinnen können und die Location ist glaube ich auch
00:44:40: einmalig.
00:44:42: Sehr schön!
00:44:44: Ich finde es ja schade dass sie selber nicht dabei sein
00:44:46: kann.
00:44:47: Ja ihr seid ja selber in der Zeit.
00:44:51: Schade
00:44:52: das sich so ergeben hat aber okay gut Das freut mich sehr.
00:44:58: Christoph, ich danke dir für diese sehr aufschlussreiche Gespräche!
00:45:02: Ja, danke dir also war eine nette glaube ich interessanter hoffe ich interessante Gesprächsrunde und
00:45:10: ganz sicher
00:45:11: vielleicht mal auch ganz interessant was ein Laie dazu sagt.
00:45:14: ja
00:45:15: exakt ich habe nämlich überlegt ob du der erste nicht osteopath bist?
00:45:20: Auf jeden Fall bist du der Erste aus der Partie laie
00:45:23: Der,
00:45:24: der hier bei uns zu Gast war.
00:45:26: Aber wirklich spannend!
00:45:27: Okay, dann danke nochmals für die Anladung, es waren ja eins dagegen und eine Ehre.
00:45:32: Sehr schön Seit über drei Jahren ist die Praxis Software Lendiscos Sponsor unseres Knochenjob Podcast.
00:45:43: Lendiskos bietet Möglichkeiten für die Praxiseorganisationen, die wichtigste Hauptfunktion ist der Kalender mit dem eure Patienten organisieren könnt.
00:45:50: ihr könnt jeden Fall einzeln dokumentieren, abrechnen und sofort per E-Mail Rechnungen verschicken.
00:45:57: außerdem habt ihr die Möglichkeit eine automatische Termine Erinnerung einzustellen so dass eure Patienten kein Termin bei euch mehr vergessen.
00:46:03: Super einfach ist die Abrechnung, egal ob ihr mit EC-Karte Zahl der Bar Rechnungen geben nimmt oder auf Überweisungen die Rechnung erstellt.
00:46:11: Im Kalender ist alles einfach zu organisieren – die Patientendokumentation, Abrechnungen.
00:46:16: mit nur wenigen Klicks habt ihr eine papierlose Rechnion per E-Mail verschickt.
00:46:20: Falls ihr
00:46:20: euch Sorgen machen solltet über Datenschutz da hat Lemdeskurs
00:46:24: vorgesorgt
00:46:25: alles datenschutzkonform und einfach zu händeln.
00:46:29: Auch beim Thema Finanzbuchhaltung bietet Lemniskus das ganz große Kino.
00:46:34: Dadurch habt ihr einen guten Überblick über eure Finanzen und seid auch jederzeit in der Lage, dem Finanzamt eurer Kontoführungen vorzuweisen.
00:46:43: Lemniscus eignet sich für soloselbstständige mit wenigen Termin in der Woche aber auch für große bis mittlerweile sehr große Praxen mit mehreren Mitarbeitern.
00:46:52: Lemneskurs wird durch einiges an Geld und an Zeit einsparen.
00:46:56: durch die einfache Praxisorganisation Lemniscous bietet Hörerinnen und Hörern des Knochenjob-Podcasts die Möglichkeit im ersten Jahr zwanzig Prozent der Gebühren zu sparen.
00:47:06: Bei der Anmeldung den Gutschenkode Knochengob eingeben, dann bekommt ihr zwanzich Prozent beim ersten Jahr bei Lemniscus.
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